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Der GNDF und die russische Rosatom einigen sich auf Einzelheiten eines Vertrages

RosAtom and Matt Talyor

Moskau- Am Vorabend des G8-Gipfels im russischen Sankt Petersburg erklären Vertreter der russischen Agentur für Atomenergie „Rosatom” und des Global Nuclear Disarmament Fund, dass sie sich auf Einzelheiten eines historischen Vertrages geeinigt haben, der den Weg für die Beteiligung der Öffentlichkeit am Abbau und der Zerstörung von Kernwaffen ebnen soll.

Der Vertrag sieht vor, dass private Spenden und öffentliche Zuschüsse zur Beschleunigung des Abbaus und der Zerstörung von Tausenden strategischen Kernwaffen und Atom-U-Booten benutzt werden, dadurch können sich alle Menschen erstmals direkt für die Sicherheit zukünftiger Generationen einsetzen. Der GNDF wird das nicht radioaktive Altmetall, das bei der Demontage der Waffen anfällt, an Modedesigner verteilen, die aus den ehemaligen Massenvernichtungswaffen modische Kleidung machen und sie überall auf der Welt verkaufen werden, so haben alle Menschen die Möglichkeit, die Zerstörung von Kernwaffen aktiv zu unterstützen.

Im Rahmen des neuen Programms werden Waffen mit den Statu „In Dienst“ und „Obsolet“ zerstört werden. Die bloße Existenz dieser beiden Kategorien von Waffen stellt eine andauernde Gefahr für die Gesundheit und Sicherheit aller Bürger dar. Das Programm wird unmittelbar nach Unterzeichnung des Vertrages am 22. Mai mit der Zerstörung und Beseitigung bestimmter SS-24 Interkontinentalraketen sowie der giftigeren und technisch anspruchsvolleren U-Boot-gestützten ballistischen Flüssigkeitsraketen SS-N-18 beginnen. Die Kosten für den Transport und die Demontage der mit festem Treibstoff betriebenen SS-24 Interkontinentalraketen werden auf etwa 100.000 US-Dollar pro Stück geschätzt, dazu kommen noch 20.000 US-Dollar für ihre sichere Entsorgung. Die Transport- und Demontagekosten für die U-Boot-gestützten ballistischen Raketen der Klasse SS-N-18 betragen ebenfalls etwa 100.000 US-Dollar, die sichere Entsorgung des giftigen flüssigen Treibstoffes kostet zusätzliche 80.000 US-Dollar.

“Außer Dienst gestellte und sogar obsolete Kernwaffen stellen eine erhebliche Gefahr für die Umwelt dar und bergen ein hohes Risiko, gestohlen zu werden und in die Hände sogenannter ‘Schurkenstaaten’ und Terrororganisationen zu fallen, die sie potentiell benutzen würden”, so Matt Taylor, executive director des GNDF.

„Obwohl wir davon ausgehen, dass alle acht Atommächte an dem neuen Abkommen teilnehmen werden, wird die Russische Föderation der erste Teilnehmer sein und so die USA und die anderen Atommächte dazu herausfordern, ihrem Beispiel zu folgen. Infolge der bis dato abgeschlossenen Verträge wurde die Anzahl strategischer Kernwaffen erheblich reduziert, die versprochene Reduktion wurde jedoch bei Weitem nicht erreicht. Indem die Öffentlichkeit von diesen Themen ausgeschlossen wurde, ist es den Regierungen nicht gelungen, uns vor der Möglichkeit eines unbeabsichtigten Atomkrieges oder eines Diebstahls durch Terrororganisationen zu schützen, die gewillt sind, diese Waffen auf die Zivilbevölkerung abzufeuern. Nun können die Menschen überall auf der Welt wählen, ob sie mit dieser Gefahr leben oder einen Schritt hin zu einer Welt ohne Kernwaffen machen möchten.“

Hochangereichertes Uran (HEU) und Plutonium aus Kernwaffenarsenalen wird zu einer immer beliebteren Quelle sauberer Energie, indem das waffenfähige Material mit Uranium gemischt wird, um daraus Brennstäbe für wirtschaftlich genutzte Atomkraftwerke herzustellen. Eine durch den Global Nuclear Disarmament Fund in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss, dass wirtschaftlich genutzte Atomkraftwerke durch Nutzung des in den weltweiten Kernwaffenarsenalen befindlichen waffenfähigen Urans und Plutoniums genug saubere Energie erzeugen könnten, um den gesamten Planeten bei gleich bleibendem Verbrauch etwa 10 Jahre lang mit Energie zu versorgen.

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